Bundeswehr-Lost-Place wird moderner Lernort

Naturkalk an Fassade und Innenwänden wesentlicher Bestandteil bei Sanierung der Freien Waldorfschule Braunschweig

Am Beispiel der Freien Waldorfschule Braunschweig zeigt sich eindrucksvoll, wie aus einem ungenutzten militärischen Zweckbau ein zukunftsweisender Lernort werden kann. Bei der Sanierung einer alten Armee-LKW-Garage aus den 1930er Jahren setzten die Planer konsequent auf natürliche Baustoffe. Innerhalb dieses ganzheitlichen Konzepts spielte auch die Verwendung hochwertiger Naturkalkputze und -anstriche im gesamten Gebäude eine zentrale Rolle.

Die seit den 1980er Jahren auf dem ehemaligen Bundeswehr-Areal ansässige Waldorfschule benötigte dringend zusätzlichen Raum – und verwandelte den „Lost Place“ in moderne Unterrichtsräume. Planung und Realisierung des von hohen ökologischen Ansprüchen gekennzeichneten Projekts lagen in Händen des auf nachhaltiges Bauen spezialisierten Ingenieur- und Planungsbüros Herrmann Tiarks aus Melle.

Die solide Ortbeton-Grundsubstanz der geräumigen, allerdings durch Wasserschäden nur noch teilweise nutzbaren LKW-Garagen, wurde entkernt und an die neuen Anforderungen angepasst. Lediglich nicht genutzte Gebäudeteile wurden abgerissen, der Schutt vor Ort geschreddert und als Unterbau für Fundamente und Wege wiederverwendet. Dies sparte Transportwege, Kosten und wertvolle Ressourcen.

Die energetische Ertüchtigung beinhaltete u. a. von der zentralen Holzschnitzelheizung der Schule gespeiste Decken- und Wandflächenheizungen, die für sanfte Strahlungswärme nahezu ohne Staubverwirbelungen sorgen. Ökologische und diffusionsfähige Dämmstoffe wie Cellulose und Holzweichfaserplatten an Dach, Außenwänden und Fußböden stellen einen hervorragenden Hitze- und Kälteschutz sicher.

Auch der Innenausbau unterlag strengen ökologischen Anforderungen: Linoleumbeläge in Eurythmie- und Handarbeitsräumen, Böden aus unbehandelter Fichte bzw. Tanne sowie Fenster und Türen aus europäischem Lärchenholz prägen das Bild. An der Fassade und den Innenwänden kamen rein mineralische HAGA Naturkalkputze und -anstriche zum Einsatz. Sie sind selbst geruchsneutral, können aber Gerüche absorbieren. Naturkalk nimmt große Mengen Luftfeuchtigkeit auf, gibt diese zeitversetzt wieder ab und hält die Wandoberflächen gleichmäßig warm und trocken. Das Resultat ist ein stabiles, angenehmes und schimmelfreies Raumklima – auch bei intensiver Nutzung der Räume mit vielen Personen.

Für die Neugestaltung der Außenfassade fiel die Wahl auf ein abgestimmtes System aus HAGA Bio Einbettmörtel, gefolgt von der Mineralputzgrundierung. Den Abschluss bildet Calkosit Kalkfeinputz in einer Kornstärke von 2,0 mm im Farbton 15.33.07 (Hellbezugswert 70 der HAGA-Farbkarte). Um die natürliche Ästhetik und Lebendigkeit des Putzes zu bewahren, wurde auf einen Egalisierungsanstrich verzichtet.

Im Innenbereich wurden die Ziegelwände im Erdgeschoss mit Mineralputzgrundierung fein und Calkosit Kalkstreichputz versehen. In den Eurythmieräumen im Obergeschoss wurde ebenfalls die Mineralputzgrundierung fein sowie Calkosit Kalkfeinputz mit 1,0 mm Kornstärke verarbeitet. Diese Flächen erhielten abschließend farbige Lasuren. „Alle Raumdecken wurden mit Kalkfarbe gestrichen, was die diffusionsoffene Bauweise abrundet und zu einer guten Raumluftqualität beiträgt“, bilanziert Henning Baginski, Fachberater Norddeutschland bei HAGA.

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Haga AG Naturbaustoffe
Amselweg 36
CH-5102 Rupperswil
Tel. 0041/62889/1818
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Pressebilder zum Download

Die auf dem ehemaligen Bundeswehr-Areal ansässige Waldorfschule benötigte dringend zusätzlichen Platz – und verwandelte den „Lost Place“ in moderne Unterrichtsräume. (Bild: Hermann Tiarks/Haga)

Die solide Ortbeton-Grundsubstanz der geräumigen, durch Wasserschäden nur noch teilweise nutzbaren LKW-Garagen aus den 1930er Jahren wurde komplett entkernt. (Bild: Hermann Tiarks/Haga)

Bei der Sanierung des militärischen Zweckbaus setzten die Planer konsequent auf natürliche Baustoffe, u.a. auch auf hochwertige Naturkalkputze und -anstriche im gesamten Gebäude. (Bild: Hermann Tiarks/Haga)

Die Neugestaltung der Außenfassade wurde mit einem System aus Bio-Einbettmörtel, Mineralputzgrundierung und Kalkfeinputz ausgeführt. (Bild: Hermann Tiarks/Haga)

Um an der Fassade die natürliche Ästhetik und Lebendigkeit des Putzes zu bewahren, wurde auf einen Egalisierungsanstrich verzichtet. (Bild: Wolfhart Büttner)

Auch der Innenausbau unterlag strengen ökologischen Anforderungen. An den Wänden kamen rein mineralische Naturkalkputze und -anstriche zum Einsatz. (Bild: Wolfhart Büttner)

Angenehmes Raumklima statt dicker Luft – auch bei intensiver Nutzung mit vielen Personen: Naturkalk reguliert die Luftfeuchtigkeit und absorbiert Gerüche. (Bild: Wolfhart Büttner)

Auch in den Eurythmieräumen im Obergeschoss wurde die Mineralputzgrundierung fein sowie Kalkfeinputz mit 1,0 mm Kornstärke verarbeitet und abschließend mit farbigen Lasuren behandelt. (Bild: Wolfhart Büttner)

Bei Decken und Wänden der Werkstatträume bildet Kalkfarbe die Schlussbeschichtung. (Bild: Wolfhart Büttner)