Holzböden veredeln: kalt aufspachteln, heiß einpolieren

Warum die jahrhundertealte Heißöl-Technik ein Comeback feiert

Schon vor Jahrhunderten veredelten findige Handwerker ihre Holzböden mit heißem Öl. Doch mit dem Aufkommen synthetischer Lacke geriet dieses Verfahren nach und nach in Vergessenheit. Die Rückbesinnung auf unbelastete Materialien belebt die traditionelle Technik nun neu: Was einst schweißtreibende Handarbeit war, lässt sich heute mit moderner Technik mühelos realisieren.

Tiefenwirkung statt Schichtbildung
Reine Pflanzenöle wie von Natural Naturfarben ziehen ins Holz ein, statt es wie synthetische Lacke zu versiegeln. Durch Erhitzen verflüssigt sich das Parkettöl. Es zieht tiefer ein als kalte Öle und gelangt auch an oft unzureichend geschützte Stellen wie Fugen. Das Öl sättigt im Holz jede Pore, die Oberfläche wird widerstandsfähig, tritt- und rutschfest und wasserabweisend. Kleinere Kratzer und Macken lassen sich unkompliziert und ohne Abschleifen ausbessern.

Mit Technik statt Muskelkraft
Früher musste das Öl extern erhitzt und unter Zeitdruck mit Muskelkraft mühsam eingearbeitet werden. Das übernehmen heute Thermo-Pad-Maschinen (Einscheibenmaschine mit Heizelement). Das Parkettöl wird kalt auf den vorgeschliffenen Holzboden aufgespachtelt und nach circa 15 Minuten gleichmäßig heiß einpoliert. Für ein optimales Ergebnis empfiehlt Werner Koppermüller, technischer Berater bei Natural Naturfarben, mindestens zwei Aufträge. Das ermöglicht die Fertigstellung innerhalb eines Tages und reduziert den Materialverbrauch (ca. 20-30 g/m2 je Auftrag). Dabei gilt: Je weicher das Holz, desto saugfähiger ist es.

Raumklima optimieren, Pflegeaufwand minimieren
Da die Poren des Holzes diffusionsoffen bleiben, hilft der Boden, die Luftfeuchtigkeit im Raum im empfohlenen Bereich von 55 – 60 % zu halten. Sogar beschlagene Spiegel im Badezimmer sind nach kurzer Zeit wieder frei.

Der Pflegeaufwand ist überschaubar: In den ersten zwei Wochen sollte man den Boden nur trocken reinigen. Danach löst die Unterhaltsreinigung mit Pflanzenölseife oder Spezialreiniger bei jedem Wischen Verschmutzungen und sorgt für eine pflegende und schützende Rückfettung.

Die Heißtechnik mit Natural Parkett- und Fußbodenöl eignet sich als Langzeitschutz für Treppen und Fußböden aus Holz sowie Kork, Stein, Schiefer und Terracotta. Die Öle bestehen ausschließlich aus unbedenklichen Inhaltsstoffen und sind durch die freiwillige Volldeklaration lückenlos nachvollziehbar.

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Was früher schweißtreibende Handarbeit war, geht heute deutlich bequemer. Das kalt auf den vorgeschliffenen Holzboden aufgespachtelte Parkettöl wird per Thermo-Pad-Maschine heiß einpoliert. (Bild: Natural-Farben.de)

Die reinen Pflanzenöle ziehen ins Holz ein, statt es wie synthetische Lacke zu versiegeln. Das Erhitzen verstärkt diesen Effekt. (Bild: Natural-Farben.de)

Das heiße Parkettöl verflüssigt sich, zieht tiefer ins Holz ein und sättigt jede Pore. Die Oberfläche wird widerstandsfähig, tritt- und rutschfest und wasserabweisend. (Bild: Natural-Farben.de)

Bei der Heißmethode bleiben die Poren des Holzes diffusionsoffen. So kann der Boden dazu beitragen, die Luftfeuchtigkeit im Raum immer im empfohlenen Bereich von 55 – 60 % zu halten. (Bild: Natural-Farben.de)

In den ersten zwei Wochen sollte der Boden nur trocken gereinigt werden. Danach löst die Unterhaltsreinigung mit Pflanzenölseife oder Spezialreiniger bei jedem Wischen Verschmutzungen und sorgt für eine pflegende und schützende Rückfettung. (Bild: Natural-Farben.de)

Das erhitze Parkettöl gelangt auch an heikle und oft unzureichend geschützte Stellen wie Fugen. Praktisch: Kleinere Kratzer und Macken lassen sich unkompliziert und ohne Abschleifen ausbessern. (Bild: Natural-Farben.de)

Die Öle bestehen ausschließlich aus unbedenklichen Inhaltsstoffen und sind durch die freiwillige Volldeklaration lückenlos nachvollziehbar. (Bild: Natural-Farben.de)