Holz muss weder Wind noch Wetter fürchten

Feuchtigkeit darf ruhig eindringen, sie muss nur wieder raus können

Verwitterte Gartenmöbel oder die Holzterrasse abschleifen ist eine aufwendige Prozedur – die man sich sparen kann, wenn man sich ab und zu ums Holz kümmert. Reinigen und Ölen heißt die Formel, um Renovierungen zu vermeiden und das Holz im Außenbereich dauerhaft zu schützen. Dafür reichen ein Reiniger, das richtige Öl, Schwamm und Rolle.

Laut Werner Koppermüller, technischer Berater beim Naturfarbenhersteller Natural, „macht es gar nichts, wenn Feuchtigkeit ins Holz eindringt – wenn sie wieder raus kann“. Offenporige, natürliche Öle ermöglichen das. Der Experte sieht darin den Grund, warum schichtbildende synthetische Anstriche für diese Anwendung vom Markt nahezu verschwunden sind: „Da sich das Holz durch Belastung oder Ausdehnen bei Hitze bzw. Zusammenziehen bei Kälte bewegt, kann die Feuchtigkeit durch feine Risse oder Beschädigungen ins Holz eindringen, aber nicht wieder raus. Sie beginnt im Holzinneren zu marodieren“. Naturöle ziehen tief ein und schützen in der Faser vor Feuchtigkeit.

Im günstigsten Fall reicht für eine passable Auffrischung eine einfache Reinigung. Dazu immer zuerst den Umweltschmutz mit Intensivreiniger entfernen. Dann den Reiniger mit Wasser im Verhältnis 1:1 mischen und die Verschmutzungen mit einem leicht rauen Schwamm lösen. Wichtig: Anschließend mit klarem Wasser neutralisieren.

Vergrauungen durch UV-Strahlen, die das für den Zellwandschutz im Holz zuständige Lignin zerstören, kann man mit Holzauffrischer Anti-Grau zu Leibe rücken. Der natürliche, wasserbasierende Fruchtsäurekomplex wird aufgespritzt und mit einem rauen Schwamm abgerieben. Auch mit Wasser neutralisieren und ca. 24 Stunden trocknen lassen.

Nach der Reinigung werden Gartenmöbeln mit dünnflüssigem Teaköl geölt. Mit Schwamm oder Pinsel auftragen, 20–30 Minuten einwirken lassen und mit einem fusselfreien Tuch nachwischen.

Da Holzterrassen stärker belastet werden und wegen ihrer Größe oder der geriffelten Oberfläche nur schwerlich abzuwischen sind, empfiehlt sich hier ein besser trocknendes Produkt wie Natural Terrassenöl. Dünn mit der Rolle auftragen – fertig.

Ein gewisser Graustich durch eine natürliche Patina liegt derzeit durchaus im Trend. Mit farblosem Öl kann man die gewünschte Vergrauung zulassen und trotzdem den nötigen Verwitterungsschutz sicherstellen. Soll ein Vergrauen unterbunden werden, rät der Profi zu pigmentierten Ölen mit UV-Schutz.

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Ungeschütztes Holz vergraut durch UV-Strahlen, die das für den Zellwandschutz im Holz zuständige Lignin zerstören. (Bild: Natural-Farben)

Reinigen und Ölen heißt die Formel, um aufwendiges Abschleifen zu vermeiden. (Bild: Natural-Farben)

Nach der Pflicht – der Reinigung – folgt die Kür: das Ölen. Bei Gartenmöbeln greift man zu dünnflüssigem Teaköl. (Bild: Natural-Farben)

Die H2-Lasuren werden ohne Grundierung einfach mit dem Pinsel aufgetragen und trocknen schnell. (Bild: Natural-Farben)

Das Öl wird mit Pinsel oder Schwamm aufgetragen und sollte 20 – 30 Minuten einwirken. (Bild: Natural-Farben)

Die Naturöle ziehen tief ins Holz ein und schützen in der Faser vor Feuchtigkeit. (Bild: Natural-Farben)

Offenporige, natürliche Öle verhindern, dass Feuchtigkeit im Holz eingeschlossen wird und beugen somit Fäulnis vor. (Bild: Natural-Farben)

Für Holzterrassen, die i.d.R. stärker belastet sind, empfehlen sich spezielle, gut trocknende Öle. (Bild: Natural-Farben)

Vergrauungen lassen sich mit Holzauffrischer beseitigen. (Bild: Natural-Farben)