Schnuppertest und Löschpapier: Kriechende Nässe in der Wand aufspüren (Österreich)
Einfache Selbst-Checks liefern erste Hinweise. Die exakte Schadensanalyse und Sanierung gehören jedoch in Expertenhand.
Wer das Problem von aufsteigender Feuchtigkeit in der Wand ignoriert oder oberflächlich kaschiert, riskiert eine Kettenreaktion an unangenehmen Folgen: von verminderter Wohnqualität und Schimmel bis zu explodierenden Heiz- und Instandsetzungskosten.
Bautenschutz-Experte Anton Schuster von VEINAL erklärt die drei typischen Entwicklungsstufen bis hin zum massiven Bauschaden: „In der unsichtbaren Phase kriecht die Feuchtigkeit unbemerkt im Mauerkern auf. In der sensorischen Phase macht sich ein muffiger Geruch breit, das Raumklima verschlechtert sich. Sichtbar werden Schäden wie Flecken, abblätternde Anstriche, Schimmel oder Salzränder erst in der optischen Phase“.
Ältere Häuser besonders gefährdet
Vor 1945 erbaute Häuser besitzen oft gar keine mechanische Absperrung gegen Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Bei Nachkriegsbauten sind die damals als Sperrschicht üblichen Teerpapiere oder Teerpappen nach Jahrzehnten oft brüchig und wirkungslos. Sogar bei bis in die 1980er-Jahre errichteten Gebäuden können gealterte Abdichtungen dazu führen, dass das Mauerwerk Wasser nach oben saugt.
Riechen, fühlen, sehen, messen: Selbst-Checks für zwischendurch
Eine kalte, klamme Wand und ein muffiger Geruch sind erste Warnsignale. Auch einfache Tests können einen ersten Eindruck geben: der Löschpapiertest zeigt, ob der Putz im unteren Wandbereich aktiv Nässe zieht. Auch der Folientest liefert Hinweise. Bilden sich an der Wandseite unter einer rundum mit Klebeband luftdicht fixierten Klarsichtfolie nach 24 Stunden Wassertropfen, drückt die Nässe aus dem Mauerwerk. Wichtig: Diese Tests dienen nur als erste Orientierung. Im Verdachtsfall sollte immer ein Experte hinzugezogen werden.
Trockenlegung ohne Aufstemmen und Aufgraben
Bestätigt sich der Verdacht, bietet das VEINAL®-System eine minimalinvasive Lösung ohne Aufstemmen der Mauern und aufwendige Erdarbeiten. Über Bohrlochinjektionen wird eine hoch kriechfähige Silikonharzlösung ins Mauerwerk injiziert. Sie breitet sich in den feinen Kapillaren aus, reagiert mit der Feuchtigkeit und bildet eine unverrottbare Barriere für das Wasser aus.
Die Wirksamkeit des VEINAL®-Verfahrens ist durch das WTA-Zertifikat mit Prüfbericht für Injektionsstoffe bestätigt. Unabhängige Prüfungen, unter anderem durch das Amt für Materialprüfung der TU München, bescheinigen dem System eine nachgewiesene Wirksamkeit von nahezu 100 Prozent. Untermauert wird diese wissenschaftlich bestätigte Qualität durch eine 20-jährige Herstellergarantie auf die eingebaute Horizontalsperre. Ausführliche Informationen unter www.veinal.de.
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