Erste Hilfe bei Schimmel
Natürliche, ökologische Lösungen
Schimmel gefährdet die Bausubstanz und die Gesundheit. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben die Bewohner von verschimmelten Wohnungen ein erhöhtes Risiko für Atemwegsinfektionen und Asthma. Darüber hinaus können Schimmelsporen direkt Allergien auslösen. Kinder, Kranke, Ältere sind noch weit stärker gefährdet.
Schimmelpilze gibt es nahezu überall in der Natur und damit auch praktisch in jeder Wohnung, oft unsichtbar. Wenn die Konzentration der Pilzsporen in der Wohnung allerdings ansteigt und damit der Kontakt zu intensiv wird, kann es zu gefährlichen Reaktionen kommen. Je schneller man schon gegen kleine Flecken vorgeht, umso besser. So kann die Schimmelkonzentration in der Raumluft erst gar nicht zunehmen. Denn aus kleinen Flecken werden schnell größere. Was also tun gegen kleine Flecken?
Reiner Alkohol kann schnell und ohne großen Aufwand Schimmelflecken lösen und beseitigen. Er dient jedoch nur als „Erste Hilfe“ bei kleinen Flecken. Denn damit werden nicht alle Sporen eliminiert, was bei größeren Flecken wichtig wird. Dazu braucht es etwas mehr. „Ein ökologischer Schimmelknacker isoliert die Sporen, bindet sie dauerhaft und schützt so vor einer weiteren Verbreitung“, erläutert Ulrich Bettentrup, technischer Berater und Malermeister vom Naturfarben-Hersteller Kreidezeit. Durch die Alkalisierung der Oberfläche wird eine Neuansiedlung verhindert. Er haftet auf nahezu jedem Untergrund. Da er farblich nicht deckt, sollte er mit Sumpfkalkfarbe überstrichen werden. Sumpfkalkfarbe oder Kalkstreichputz sind bewährte Mittel zum lang andauernden Schutz. Ein doppelter Anstrich genügt. Kalk desinfiziert und wirkt durch seine lang anhaltende Alkalität hervorragend gegen Schimmel.
Einen noch intensiveren Schutz bietet ein Schimmel-Sanierputz. Denn er reguliert zusätzlich die Feuchtigkeit im Raum. Besonders empfehlenswert bei Schimmelbefall an kalten Gebäudeteilen, schlecht isolierten Fensterstürzen und Laibungen sowie Befall in Zusammenhang mit Kondensfeuchte. Die Schimmel-Erste-Hilfe-Empfehlungen beziehen sich auf einen Pilzbefall von maximal fünf Quadratmetern. Bei massivem Befall von ganzen Zimmern oder gar Gebäuden sollte ein Fachmann hinzugezogen werden. Bauliche Mängel und Besonderheiten können die Wirkung der Schimmel-Erste-Hilfe-Maßnahmen beeinträchtigen.
Da Schimmel allgegenwärtig ist, kann er in jeder Wohnung zur akuten Gefahr werden. Dann ist es gut, wenn man darauf vorbereitet ist. „Deshalb hat Kreidezeit ein Schimmel Erste-Hilfe-Set entwickelt, das für jeden Haushalt sinnvoll ist. Das Set enthält 500 Milliliter Alkohol, 250 Milliliter Schimmelknacker, einen Liter Sumpfkalkfarbe, ein Paar Gummihandschuhe, eine Schutzbrille und einen Profi-Flachpinsel 50 Millimeter“, erklärt Lea Hangkofer vom kultigen Naturfarben-Hersteller Kreidezeit. Zur Vorbeugung gegen Schimmel seien rein ökologische Kalkfarben und Kalkputze auf Sumpfkalkbasis aufgrund ihres hohen pH-Wertes unschlagbar. Weitere Informationen unter www.kreidezeit.de.
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